I. einführung
II. erstberatung
III. außergerichtliches tätigwerden
IV. gerichtliches tätigwerden
V. vorschuss

I.
in deutschland herrscht ein hoch kompliziertes, nicht immer leicht zu durchschauendes und zudem für den mandanten wenig transparentes system von rechtsanwaltsgebühren, oftmals noch differenziert nach den verschiedenen rechtsgebieten.
die honorierung der rechtsanwälte erfolgt in der bundesrepublik deutschland nach dem seit 1. juli 2004 gültigen rechtsanwaltsvergütungsgsetz (rvg). unterschieden wird zwischen außergerichtlichem und gerichtlichem Tätigwerden. hinzu kommt das instrument der erstberatung (nur für verbraucher).
sie erhalten nachfolgend einen kleinen überblick für einige klassische fallgruppen:

II.
eine erstberatung kostet bei uns pauschal euro 100,00 (inkl. mwst.). sie umfasst einen ausführlichen persönlichen termin verbunden mit einer ersten einschätzung der sachlage (nebst prüfung der erfolgsaussichten) und einem groben entwurf einer sinnvollen strategie.
der betrag von euro 100,00 wird nur fällig, wenn danach keine mandatierung erfolgt. wird ein auftrag hingegen erteilt, so wird der ganze fall gemäß den nachfolgenden regelungen abgerechnet. die erstberatung ist dann inklusive.

III.
zum außergerichtlichen tätigwerden gehören alle termine mit dem mandanten, dem gegner und ggf. beteiligten dritten (z.b. gutachter, zeugen, versicherer etc). ebenfalls inbegriffen ist sämtliche korrespondenz, sei sie mündlich oder schriftlich. im zivilrecht (nur das soll hier beleuchtet werden) erfolgt die abrechnung aufgrund der höhe des streitwertes. die höhe des honorars hängt dabei auch von der entwicklung des falles ab: reicht ein einzelnes schreiben um die gegenseite vollends zu überzeugen, so ergibt sich ein im vergleich zu einem umfangreicheren tätigwerden verhältnismäßig geringerer rechnungsbetrag.
kommt es hingegen zu (persönlichen) besprechnungen bzw. verhandlungen mit dem gegner oder dritten und/oder zum abschluss eines (schriftlichen) vergleichs, so steigen auch die gebühren.
bitte erfragen sie die in Ihrem individuellen fall zu erwartenden rechtsanwaltsgebühren. auf wunsch erhalten sie kostenfrei das faltblatt »anwaltsvergütung ein kurzer leitfaden« des deutschen anwaltvereins.
im außergerichtlichen bereich haben sie alternativ die möglichkeit der honorierung ihres anwaltes auf basis eines zuvor vereinbarten stundensatzes. dieser stundensatz beträgt euro 200,00 (inkl. mwst.).

IV.
im gerichtlichen verfahren gilt das rechtsanwaltsvergütungsgesetz (rvg) uneingeschränkt. von ihm darf jedenfalls nach unten nicht abgewichen werden. da der verlauf eines prozesses regelmäßig nicht vorausgesagt werden kann, werden die kostenaspekte erst dann mit dem mandanten erörtert, wenn ein gerichtliches verfahren anhängig ist oder anhängig gemacht werden soll.
unterschieden wird zwischen gerichts- und rechtsanwaltsgebühren, hinzu kommen ggf. entschädigungen für zeugen und/oder sachverständige. wird der prozess gewonnen, so trägt der gegner alle kosten. geht er verloren, so hat der mandant zusätzlich zu gerichts- und rechtsanwaltsgebühren (und ggf. entschädigungen für zeugen und/oder sachverständige) auch noch die gebühren des gegnerischen anwalts zu tragen. im arbeitsgerichtlichen verfahren gelten diese regelungen allerdings nur mit einschränkungen.
wegen des nicht unerheblichen kostenrisikos ist der abschluss einer rechtsschutzversicherung unverzichtbar.

V.
bei annahme eines mandates wird grundsätzlich ein vorschuss von mindestens euro 500,00 (inkl. mwst.) berechnet.